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Bücher die man gelesen haben muss

Bücher die man gelesen haben muss
Bücher, die man gelesen haben muss

Ob im Zug, am Strand oder abends auf dem Balkon. Jetzt im Sommer greifen die meisten von uns wieder zum Buch. Und das ist gut so! Denn lesen fördert nicht nur unsere Ausdrucksweise und Kreativität, es macht uns auch zu empathischeren Mitmenschen. Die Geschmäcker bei der Lektüre gehen oftmals weit auseinander. Die einen bevorzugen einen spannenden Thriller, die anderen einen seichten Urlaubsroman. Bei der großen Auswahl an Stilrichtungen ist für jeden etwas dabei. Doch auch wenn man sein Genre gefunden hat, gibt es doch einige Bücher, die man auf jeden Fall gelesen haben sollte. Wir haben Ihnen die Must-Reads der Weltliteratur zusammengestellt.

Don Quijote, Miguel de Cervantes

Mit den Abenteuern um den Ritter Don Quijote und seinem klugen Gesellen Sancho Panzo hat der spanische Miguel de Cervantes ein wahres Meisterwerk der Literatur geschaffen. Der Romanheld, Don Quijote, ist ein verträumter Idealist, der bald nicht mehr zwischen der Realität und der fiktiven Welt seiner Ritterromane unterscheiden kann. So begibt er sich zum Leidwesen seines Begleiters Sancho Panzo auf wagemutige Abenteuer, bei denen er gegen Windmühlen, Riesen und anderes Ungetüm ankämpft. Mit seiner rostigen Rüstung und seiner klapprigen Rosinante ist der arme Don schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Unterhaltsam, aber dennoch tiefgründig und philosophisch, sollte dieser Klassiker aus dem 17. Jahrhundert in jedem Bücherregal stehen.

Robinson Crusoe, Daniel Defoe

Nicht nur Johann Wolfgang von Goethe hielt große Stücke auf den Abenteuerroman von Daniel Defoe. Die Geschichte handelt von dem Schiffbrüchigen Robinson Crueso, der als einziger Überlebender auf einer einsamen Insel strandet. Dort verbringt er 28 Jahre, bevor es ihm gelingt, die Insel zu verlassen. Die Abenteuer rund um Crueso, seinem Hund und seinem Gefährten Freitag sind nicht nur etwas für Kinder. Literarisch besticht es durch seine präzisen Formulierungen und den für seine Epoche auffallend modernen Schreibstil. Das Buch zählte nicht nur im 18. Jahrhundert zu den meistgelesensten Büchern weltweit. Auch heute noch bringt der Bestseller viele junge und alte Leser zum Träumen.

Der Fremde, Albert Camus

Die Werke des in Algerien geborenen Schriftstellers Albert Camus drehen sich immer um zentrale Fragen der menschlichen Existenz. So ist es auch in dem 1942 erschienen Roman „Der Fremde“. Dieser erzählt die Geschichte eines scheinbar zufälligen Mordes, begannen vom Held des Romans, Meursault. Dieser lebt völlig losgelöst vom Rest der Welt, frei von jeglichen Emotionen. Durch seine ehrliche und gleichgültige Art fordert er die Gesellschaft und ihre Werte heraus. Der Fremde war Camus erfolgreichster Roman und gilt als eines der zentralen Werke des französischen Existenzialismus.

Ulysses, James Jocyce

Publiziert am zweiten Februar 1922, am vierzigsten Geburtstag des Autors, handelt es sich bei „Ulysses“ um das wohl erfolgreichste Werk des Iren. Im Mittelpunkt der Erzählung stehen Leopold Bloom und seine Reise durch Dublin. Dabei werden die Erlebnisse des Leopold Blooms ausschließlich durch innere Monologe und Assoziationsketten geschildert. Obwohl das Buch an die tausend Seiten zählt, spielt es im Übrigen nur an einem einzigen Tag. Man vermutet, dass Jocyce das Datum der Erzählung, den 16. Juni, bewusst gewählt hat. An diesem Tag ging der Autor zum ersten Mal mit seiner zukünftigen Frau, Nora Barnacle, aus.

Der Fänger im Roggen, J.D. Salinger

“The Catcher in the Rye”, wie der Klassiker von J.D. Salinger im englischen Original heißt, kennen viele noch als Pflichtlektüre aus der Schulzeit. Kein Wunder, steht im Mittelpunkt des Romans doch der junge Erwachsene Holden Caulfield, der gegen jegliche Konventionen rebelliert. Es geht um Fantasie, um Sehnsucht, um die Verlogenheit der Welt und natürlich um Liebe. Obwohl es sich bei dem Buch um das einzige Werk des amerikanischen Autors J.D. Salinger handelt, so hat er doch mit diesen zeitlosen Themen einen Weltklassiker geschaffen.

Der Kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry

Dieses unscheinbare Büchlein gehört zu den meist verkauften Büchern aller Zeiten. Oft als Kinderbuch angepriesen, sollte es unbedingt auch Pflichtlektüre für alle Erwachsene sein. Antoine de Saint-Exupéry bringt uns die Welt auf eine Art und Weise wieder, die viele von uns schon längst vergessen haben – aus der Sicht eines Kindes. Dabei versucht er, simple Antworten auf unsere komplexe Lebensweise zu finden. Illustriert wurde das Buch vom Autor selbst. Auch diese sind inzwischen weltberühmt, wie zum Beispiel die Schlange, die einen Elefanten verschluckt hat. Ein Buch, das gerade Erwachsene öfters lesen sollten, da es uns daran erinnert, auf was es im Leben wirklich ankommt.

Der Prozess, Franz Kafka 

Von vielen Schülern als Pflichtlektüre verteufelt, handelt es sich bei „der Prozess“ von Franz Kafka um das bekannteste Werk des in Prag geborenen Autors. Im Zentrum des Romans steht der Bankangestellten Josef K., der immer mehr in einem verfänglichen Netz aus Gesetzen und Bürokratie verstrickt wird. Dabei behandelt der Prozess ein Thema, das aktueller kaum sein könnte: die Kritik an unserem Staat und seinen Strukturen. Einzigartig ist dabei die Verschmelzung von Form und Inhalt des Buches. Anlass zum Schreiben des Werkes war im Übrigen die Auflösung der Verlobung zwischen Franz Kafka und Felice Bauer.

Das Tagebuch der Anne Frank, Anne Frank 

Nicht nur für deutsche Schüler sollte dieses Buch Pflicht sein. Das Tagebuch der Anne Frank besticht durch die große Präzision und Wortgewandtheit seiner erst fünfzehnjährigen Autorin. In ihren täglichen Mitschriften schildert Anne das täglich Leben eines jüdischen Schulmädchens im nationalsozialistischen Europa. Angefangen von den unbeschwerten Tagen in ihrem Exil in Amsterdam bis hin zum Versteck im berühmten Hinterhaus der Fabrik des Vaters. Dabei geht es vorrangig um alltägliche Themen eines heranwachsenden Mädchens wie Familie, die Suche nach der eigenen Identität und die erste Liebe. Das Tagebuch der Anne Frank ist eine Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus, welche bewegt und mitnimmt.